Mutter Rosa Weg

Anlässlich des 100. Todesjahres vom Mutter Rosa Flesch, der Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, wurde vom Förderverein St. Elisabeth-Krankenhaus und St. Maria Altenheim Wadern im Krankenhaus-Wäldchen ein Meditationsweg geschaffen.

Menschen, die diesen Weg gehen, wird eine Frau vorgestellt, die ein offenes Herz hatte für die Nöte und Sorgen der Menschen ihrer Zeit. Es werden markante Haltungen von Mutter Rosa vorgestellt, die auch für Menschen von heute von Bedeutung sind.

Die einzelnen Stationen können für Menschen auf ihrer Suche nach Gott, nach dem Lebenssinn, nach Lösung von Problemen, in der Erfahrung von Leid und Unrecht Hilfe sein.

Die Themen des Weges und die Reihenfolge der Stationen entsprechen dem inneren Wachstums- und Reifungsprozess eines jeden Menschen.

Das Thema der ersten Station lautet Innehalten

Ruhig werden, sich besinnen auf das, was ist, gibt dem Betrachter die Möglichkeit, sich zu fragen:

• Was gibt meinem Leben Sinn?• Was hat Gott mit mir vor?• Wer oder was tut mir gut?• Was macht mir Freude?• Woher beziehe ich meine Kraft?• Wohin wende ich mich in meinem Kummer?• Wer gibt mir Orientierung für mein Leben?

Solches Innehalten ist wertvoll für unser Leben, für Leib, Geist und Seele.

Die Biographien Mutter Rosas, die auszugsweise an jeder Station nachzulesen sind, berichten von der Art und Weise, wie Mutter Rosa innehielt und ins Zwiegespräch mit Gott kam.

 

Das Thema der zweiten Wegstation lautet Ehrfurcht vor der Schöpfung

Wer Gott als Schöpfer anerkennt und sein eigenes Leben als Geschenk Gottes annimmt, der wird aufmerksam, sensibel und dankbar für alles Geschaffene. Mutter Rosa lebte aus dieser Überzeugung. Ihr eigenes Leben, wie auch das Leben aller Geschöpfe war für sie ein Geschenk Gottes. Die Bank an einem Kräutergärtchen lädt ein, über dieses Geschenk in seiner Vielfalt nachzudenken und sich am Leben zu freuen.

 

Die dritte Station befasst sich mit dem Thema Gott vertrauen

Wer sein Leben mit allen Höhen und Tiefen als Geschenk Gottes annimmt, der vertraut sich auch dem an, dem er sein Leben verdankt. Als Symbol ist eine Plastik der offenen, schalenförmig gehaltenen Hände gewählt.

In den unterschiedlichsten Lebenssituationen hat Mutter Rosa Flesch sich Gott anvertraut. Sie lädt uns ein, dass auch wir uns und unser Leben und alles, was uns bewegt Gott anzuvertrauen, dessen Beistand uns gewiss sein darf.

 

Verzeihung schenken – Versöhnung finden - so lautet das Thema der vierten Station des Mutter-Rosa-Weges. Frieden finden und Versöhnung erleben, ist das Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Ein Kreuz, dessen Schaft aus 2 Teilen besteht und von einem Metallstift gehalten wird, deutet Uneinigkeit und Entzweiung an, aber auch die Sehnsucht nach Einigkeit und Einheit.

Die Gründerin der Franziskanerinnen von Waldbreitbach war in ihrem Leben Verdächtigungen und Intrigen ausgesetzt. Sie litt unter übler Nachrede, sogar ihr Name wurde aus dem Namensverzeichnis der Schwestern gestrichen damit er vergessen wird. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass sie nur über den Weg des Verzeihens Versöhnung und damit Frieden finden kann und hat sich im Gebet zum Verzeihen durchgerungen. Allen, die Frieden suchen mit sich selbst, mit Gott und den Menschen kann sie Vorbild sein.

 

Quelle sein ist das Thema der fünften Station des Mutter Rosa-Weges. Gebraucht zu werden, für Andere da zu sein, ist ebenfalls ein Grundbedürfnis des Menschen. Es spiegelt sich im Bild der Quelle, des Brunnens wieder. Wie das Wasser einer Quelle aus der Tiefe der Erde emporsteigt und sich wie eine Gabe an Jeden verschenkt, der ihrer bedarf, für Jeden, der von ihr nehmen will, so war das Leben von Mutter Rosa und ihr Quellwasser ist bis heute nicht versiegt. Sie ist Allen, die sich an sie wenden und um Hilfe bitten, eine Fürsprecherin bei Gott.

Auf der Bank am Brunnen kann der Betrachter dem Plätschern des Wassers lauschen.

Der Rundweg ist Allen zu allen Zeiten zugänglich. Er führt über eine kleine Anhöhe, vorbei an der Mariensäule. Andem etwa 600 m langen Weg gibt es viele Sitzgelegenheiten in der Sonne und im Schatten. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, den Besinnungsweg zu gehen, um sich in der Natur auszuruhen und um wieder Kräfte für den Alltag zu sammeln.

Im Mai des Jahres 2008 wurde M. Rosa Flesch im Dom zu Trier selig gesprochen.

 

Die Bilder der einzelnen Stationen sehen Sie hier

Marienhauskliniken St. Josef Losheim am See

Krankenhausstraße 21
66679 Losheim am See
Telefon:06872 903-0
Telefax:06872 903-7500
Internet:www.marienhauskliniken.dewww.marienhauskliniken.de

Marienhauskliniken St. Elisabeth Wadern

Elisabethstraße 1
66687 Wadern
Telefon:06871 501-0
Telefax:06871 501-7400
Internet:www.marienhauskliniken.dewww.marienhauskliniken.de